The Ups and Downs – 2010

Wie versprochen: kleiner Rückblick auf das Vergangene (wer die Email erhielt, kann sich das hier sparen 😉 ). 2010 war für viele ein anstrengendes Jahr;  ich hab von vielen gehört, dass sie froh sind, dass 2010 vorbei ist… ganz kann ich dem nicht zustimmen, insgesamt war das letzte Jahr schön (kann ein Jahr, das mit einem Kuss beginnt, wirklich ganz schlecht sein?), auch wenn es seine Tiefpunkte hatte.

Das Jahr der Neuanfänge habe ich prophezeit und das ist es definitiv geworden. Ich habe geliebt, geschrieben, gefeiert, gelacht und viel gelernt, tolle Menschen kennengelernt, die zu Freunden wurden, ich bin gereist, umgezogen, spazieren gegangen, habe zwei Bücher übersetzt und eine zweite Nichte bekommen  – ein neuer Lebensabschnitt mit neuer Beziehung, neuen beruflichen Möglichkeiten und Erfahrungen und neuer Wohnung,  was alles unglaublich positiv ist.

Aber ein Neuanfang hat sich leider nicht ergeben:  ich habe es noch nicht geschafft, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Das zerrt an den Nerven und dies nun schon einige Monate, was auch zu finanziellen Schwierigkeiten führt und  führte.  Jeder, der eine solche Situation schon mal erlebte, weiß, wie anstrengend, frustrierend und deprimierend dies ist. Vermutlich war auch das ein Grund dafür, dass es mir gesundheitlich letztes Jahr wirklich nicht gut ging. Gerade die Arbeitssuche stellt sich als nicht einfach heraus und ist eben gespickt mit Absagen, die letztlich auch immer eine Absage an die eigene Person ist. Leander half und hilft mir allerdings sehr über diese Tiefs hinweg, weshalb das positive Gefühl für das Jahr mit minimalem Vorsprung überwiegt.

Eigentlich wollte ich wieder eine Liste der Top 10 der tollsten Eindrücke und Erlebnisse machen, aber in der Retrospektive ist nicht viel Ereignisreiches passiert – und gleichzeitig doch eine Menge. Abgesehen von den recht offensichtlichen Dingen wie Umzug und der Möglichkeit, zwei Bücher zu übersetzen, gibt es allerdings kaum Dinge, die man wirklich listen kann. Einige Entscheidungen wurden allerdings getroffen – dazu gehört auch, dass meine Doktorarbeit erstmal auf Eis liegt. Ich bin anscheinend nicht dafür gemacht… das ist aber auch nicht schlimm, mein Weg führt eben woanders hin. Wohin genau, wird sich noch zeigen.

Ein Zitat, das ich anbringen möchte, von Meghan Telpner lautet:

If I have learned anything in the past year, it is that no amount of planning, no type of well-intentioned resolution and no amount of hoping, wishing or praying will have much bearing on the way our lives unfold. Things happen, good and bad, and we have little choice but to grow and change and adapt. All we can really do is allow ourselves to evolve right along with the rest of the universe as we move forward, embracing, as best we can, the unknowns that come.

„Wenn ich eines gelernt habe im letzten Jahr, ist es, dass keine Menge an Planung, keine Art von wohlgemeinten Vorsätzen und keine Menge an Hoffen, Wünschen oder Beten großen Einfluss auf die Art hat, wie sich unser Leben entwickelt. Dinge passieren, gute und schlechte und wir haben kaum eine andere Wahl als daran zu wachsen, uns zu verändern und anzupassen. Alles, was wir wirklich tun können, ist, uns zu gestatten, uns mit dem Rest des Universums  weiterzuentwickeln, während wir vorwärts gehen und so gut wir können das Unbekannte, das kommt, anzunehmen.“

Vorsatz Nr. 1 für 2011: gesünder werden. Ich war viiiel zu oft krank im letzten Jahr. Das Ganze beginne ich mit einer 3 Tage Smoothie/Suppen-Detox-Kur und führe es mit einer massiven Zucker- und Koffeinreduzierung weiter, was hoffentlich zu ein wenig Gewichtsverlust und vor allem zu einem allgemein besseren Gesamtgefühl führt. Ich schau bereits nach Yogakursen und werd mal checken, ob und wie viel meine Krankenversichung zahlt. Auf geht’s, 2011!

Der Rest ergibt sich – und das beinhaltet vor allem auch, eine berufliche Veränderung und Perspektive zu finden und wieder mehr Kontakt zu den Menschen außerhalb Marburgs zu bekommen. Hiermit auch eine GROSSE Entschuldigung an die, die ich vernachlässigt habe! Das wird, das muss sich ändern. Tretet mich einfach, das brauch ich manchmal 😉

2 Kommentare bei „The Ups and Downs – 2010“

  1. […] 2011 – das Jahr der Erfahrungen (Rückblick). 2010 – das Jahr der Anfänge (Rückblick). 2009 – das Jahr der Erkenntnis (Rückblick). 2008 – das Jahr der […]

  2. […] – das Jahr der Tiefe. 2012 – das Jahr des Selbst. 2011 – das Jahr der Erfahrungen. 2010 – das Jahr der Anfänge. 2009 – das Jahr der Erkenntnis. 2008 – das Jahr der Anstrengung. 2007 – das Jahr der […]

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