Mein 2013

Icon-Autumn (47)

Das Jahr der Tiefe ist vorbei. Und was für ein Jahr es war! Das Jahr endete, wie es war: voller Aufregung und auch Anstrengung. Für mich stand das Jahr, wie sollte es anders sein, ganz im Zeichen der Kinder. (Bestes Beispiel dafür ist, dass ich nur wenige Sätze dieses Blogeintrags mit den spielenden Kindern neben mir geschafft habe, bevor ich sie stillen musste. 😉 ) Nachdem ich kurz vor Weihnachten letztes Jahr feststellte, dass ich schwanger war und auch noch mit Zwillingen, hieß es für mich, mich auf das große Abenteuer Kinder vorzubereiten. Und trotz aller Anstrengung kann ich sagen: Es hat sich gelohnt. Ich bereue keinen einzigen Tag, dass wir das Wagnis eingegangen sind und ich freue mich wie wahnsinnig auf die kommende Zeit und die kommenden Jahre.

Es ist wohl wenig verwunderlich, wenn ich, obwohl ich noch die Hälfte des Jahres arbeiten war, kaum signifikante Erinnerungen an meinen Arbeitsalltag habe. Ein neuer Kollege kam in unser Team und wir hatten einen Sack voll Arbeit, aber wirklich relevantes ist nicht hängengeblieben. Gedanklich und energetisch war ich bereits voll auf „Abschied“ eingestellt und freute mich auf den Moment vor, wo ich in den Mutterschutz ging. Doch außerhalb der Arbeit nutzten wir das erste halbe Jahr voll aus. Phantastische Hochzeiten von Freunden, wunderschöne Urlaube – einmal in der Lüneburger Heide, dann auf Veldenz und auf dem Lindleshof – und tolle Geburtstagsfeiern prägten das Jahr bis zu dem Tag, an dem ich nicht mehr durfte. Der Moment kam früher als gedacht. Anfang Juni wurde ich arbeitsunfähig geschrieben und drei Wochen später durfte ich nur noch liegen. Die schönsten Sonnentage und Sommertemperaturen des Jahres verbrachte ich liegend auf dem Sofa und schaute durch das Fenster in den strahlend blauen Himmel und bedauerte, dass ich nicht mehr tun konnte, als zu warten. Doch glücklicherweise ging das Ganze schneller vorbei als gedacht: einen Tag vor der Geburt schrieb ich noch: „Es reiiiiiiiiiicht“ und um 2 Uhr nachts ging es dann los: die letzte große Aufregung, bevor wir dann abends um acht unsere beiden Jungs glücklich in den Armen halten konnten. Seitdem sind wir voll im großen Abenteuer „Familie“, auch wenn wir versuchen, unseren Freundeskreis sehr bewusst weiterhin wahrzunehmen. Mal klappt es besser, mal weniger gut, aber Ereignisse wie eine weitere Hochzeit, ein großes Adventsessen und Geburtstagsfeiern waren trotzdem jegliche Mühe wert. Jeder Tag bringt etwas Neues und von himmelhochjauchzendem Glück bis Tränen vor Erschöpfung verdrücken ist alles dabei – wobei ersteres definitiv überwiegt.

In kurzen Worten waren die Highlights von 2013:

  • Meine beiden Kinder
  • Phantastische Hochzeiten von Freunden
  • Das Adventsessen mit dem Freundeskreis
  • Urlaube auf Bauerhöfen und Burgen
  • Bombastische Geburtstagsfeiern von uns und Freunden
  • Andere Welten – Rollenspiel!
  • Wunderschöne Rituale
  • Familie
  • Planungen

Ich sagte das Jahr der Tiefe voraus, das uns auf die ruhigeren Momente des Selbst zurückführen soll.  Ich schrieb hier zuerst: „Ich finde es sehr schwer, zu sagen, ob das „Zurückführen auf die ruhigeren Momente des Selbst“ für mich zugetroffen hat.“ Doch jetzt, wo ich das Jahr noch etwas genauer Revue passieren ließ, bin ich mir sicher, dass es stimmt. Das Jahr erinnerte uns an den Kreislauf des Lebens. Dieses Jahr erblickten in der Familie fünf Kinder das Licht der Welt und zwei Großonkel verabschiedeten sich Ende des Jahres und wurden begraben. Es gibt Blogeinträge wie „Drei Seele, ach…„, in denen ich herauslesen kann, wie ich großes, energetisches, wundervolles erlebte. Selbst mit dem Trubel, der spätestens mit den Kindern in mein Leben kam, der ein Innehalten und Wahrnehmen schwer macht, kamen Dinge, die tiefgehender nicht sein können. Mit meinen Geschwistern habe ich dieses Jahr ein noch engeres Band geknüpft, das ich wahnsinnig wertschätze. Meine Beziehung zu Leander wurde auf eine neue Ebene gehoben, die unglaublich schön ist. Die Kinder selbst… da fehlen mir immer noch Worte. Wenig hat mich so sehr auf mich selbst zurückgeworfen wie diese beiden kleinen Menschlein, trotz und aufgrund der Anstrengung, die mit ihnen in mein Leben kam. Unter anderem deshalb habe ich verschiedene Projekte begonnen, wie 101 in 1001, 30 Days of Beauty und The little things. Vielleicht ist es genau das, das dieses „Erkunden der eigenen Tiefe“ ausmacht: das Erkennen, dass ich diesen kreativen, schaffenden Ausgleich brauche, dass ich gewillt bin, die Anstrengung zu unternehmen, genau diese Punkte in meinem Leben nicht untergehen zu lassen. Ja, ich kämpfe nach wie vor damit, die Zeit und Energie für diese Dinge zu finden und merke auch immer deutlicher, wo meine Zeitfresser und Energiefresser sind, aber ist das Erkennen nicht der erste Schritt in die richtige Richtung? Das Wahrnehmen der Punkte meines Lebens, die ich nicht bereit bin zu opfern und die ich brauche, um mein Selbst wieder und weiterhin wahrzunehmen? Sind die ruhigeren Momente des Selbst nicht eben jene Punkte, weil sie uns Ruhe und Energie geben? Vielleicht war ich gar nicht so weit weg von dem, was ich für mich und uns alle prophezeite.

Wenn ich einen Vorsatz habe für dieses Jahr, dann genau das weiterzuführen, was ich begonnen habe: einen Weg zu finden, das zu tun, das ich liebe. Und auch wenn Tiefe zumindest einen Teil von 2013 abdeckte, so war gerade das Ende des Jahres von einer immer größer werdenden Unruhe geprägt, die ich nicht nur in mir, sondern auch im Freundeskreis, in der Familie und generell verspürte. Als ob wir alle irgendwie rastlos würden, als ob sich das, was gefunden wurde, nun einen Weg bahnen möchte, die Realität direkt zu beeinflussen. 2014 wird deshalb

Das Jahr der Suche.

Die Suche nach „mir selbst“, erneut und wieder und weiterhin. Die Suche nach Möglichkeiten, mein Bloggen auszubauen. Die Suche nach einem Heim – einem Haus, das wir „unser“ nennen können und in dem wir uns niederlassen können, und in dem wir ein Heim für uns und unsere Jungs aufbauen können. Die Suche nach einem Job, der mich nicht 11 Stunden täglich von zuhause fern hält und der mir gibt, was mein derzeitiger mir nicht geben kann. Die Suche nach Antworten auf einige der Fragen, die gerade im letzten halben Jahr aufkamen: nach Freundschaft, nach Ruhepolen, nach Beständigkeit, Sicherheit und Verlässlichkeit. Die Suche nach bedeutungsvollen Traditionen, die wir für unsere kleine Familie schaffen können. Die Suche nach Vereinfachung und Konzentration auf das Wesentliche. Die Suche nach der Energie, die wenigen Zeitfenster, die ich habe, so zu nutzen, dass sie mir das zurückgeben, was ich hineinstecke. Die Suche nach Wegen.

Das Universum schrieb mir: „I do hereby proclaim that today shall be the first day of the most exciting time of your life, Julie.“ So mote it be.

Bisherige Prophezeihungen: 2013 – das Jahr der Tiefe. 2012 – das Jahr des Selbst (Rückblick). 2011 – das Jahr der Erfahrungen (Rückblick). 2010 – das Jahr der Anfänge (Rückblick). 2009 – das Jahr der Erkenntnis (Rückblick). 2008 – das Jahr der Anstrengung (Rückblick). 2007 – das Jahr der Veränderungen (Rückblick).

3 Replies to “Mein 2013”

  1. […] ein Jahr. Das Jahr der Suche sagte ich voraus und rückblickend würde ich sagen, dass es mehr als akkurat war – […]

  2. […] letzten Jahre: 2015 – das Jahr der Taten. 2014 – das Jahr der Suche. 2013 – das Jahr der Tiefe. 2012 – das Jahr des Selbst. 2011 – das Jahr der Erfahrungen. 2010 – das Jahr der Anfänge. […]

  3. […] – das Jahr der Intensität. 2015 – das Jahr der Taten. 2014 – das Jahr der Suche. 2013 – das Jahr der Tiefe. 2012 – das Jahr des Selbst. 2011 – das Jahr der Erfahrungen. 2010 – das Jahr der Anfänge. […]

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