2014

17734246Was ein Jahr. Das Jahr der Suche sagte ich voraus und rückblickend würde ich sagen, dass es mehr als akkurat war – wenngleich auf andere Art und Weise als geplant 😉 Es war weniger ein Jahr der spirituellen Suche, als eines der Suche nach konkreten Wegen, den eigenen Alltag zu strukturieren und zu planen, nach Umgangsweisen mit uns selbst und den Kindern, nach eigenen Traditionen und nach der Möglichkeit, uns selbst Zeit zu gönnen. Das hat mal mehr, mal weniger gut funktioniert – wie man an meiner unregelmäßigen Bloggerei gemerkt hat. Besonders krass wurde es im letzten Drittel des Jahres, in dem ich es kaum schaffte, mich a) an den Computer zu setzen und b) die (kreative) Energie zu finden, Worte zu formulieren und in einen kohärenten Blogpost zu setzen, geschweige denn, meine Blogs, denen ich folge, auch wirklich nachzulesen.

Das Jahr fing relativ ruhig und sehr schnell mit Planungen für Leanders Elternzeit an, die dann großartigerweise Ende Februar auch tatsächlich begann. Die folgenden Monate waren einfach großartig. Wir konnten uns gemeinsam um unsere Jungs kümmern, ohne dass einer von uns an einen Arbeitgeber oder Zeitplan gebunden war. Wir konnten uns um zukünftiges kümmern und planen, wir konnten gemeinsam wegfahren und zusammen Treffen und Kurse mit den Kindern machen – es war wirklich eine phantastische Familienzeit. Babyschwimmen, Zwillingstreff, Hausbesichtigungen (alle folgenlos), Urlaube in Pampa und Lüneburger Heide, Rollenspiel… alles war drin.

Dazwischen machten wir die Wohnung immer kindersicherer… mit der Beweglichkeit und Größe der Jungs, die man in meinem 52-Wochen-Projekt beeindruckend verfolgen kann, wuchs auch unsere Anpassungsfähigkeit (oder eher -notwendigkeit). Immer neue Herausforderungen ließen uns bereits mehrfach Dinge in der Wohnung umstellen und wir sind immer noch nicht an einem optimalen Punkt angekommen. Es ist eben eine Daueraufgabe 😉

Mitte des Jahres gab es ein beeindruckend großartiges Sommerfest mit Freunden, das wahrlich bombastisch war. Ein Wochenende voller Entspannung, draußensein, Lagerfeuer, Gespräche, Lachen und Zusammensein. Es war echt toll. Überhaupt war der Sommer absolut phantastisch. Es begann mit dem Sommerfest, dann kam der erste Geburtstag der Jungs, die Babyshower für eine Freundin, eine tolle, sommerlich-geniale Woche in der Lüneburger Heide und der 80. Geburtstag meiner Omi, ein Konzertbesuch und der Mittelaltermarkt in Marburg. Wir waren viel unterwegs und nutzten das tolle Wetter optimal aus. Und der Herbst machte gerade da weiter, wo der Sommer begonnen hatte. Spaziergänge, Geburtstagsfeiern, Rituale, Familienfeiern und eine weitere Babyshower, Besuche bei Freunden und Familie – das, was im ersten halben Jahr noch etwas spärlich war, nämlich Zeit mit Freunden, wurde wieder deutlich mehr. Im Oktober dann fanden wir einen KiTa-Platz für die Jungs und wir sind superhappy damit (und wenn ich „wir“ sage, meine ich das inklusive der Kinder!). Am 17.11. begann die KiTa-Zeit für die Jungs und den Rest des Jahres waren wir mehr oder weniger mit der Eingewöhnung beschäftigt. Jetzt, im neuen Jahr, sind wir endlich bei der „vollen“ Zeit angekommen, die die beiden in der KiTa bleiben, inklusive Mittagessen und Mittagschlaf. Die ersten eingeschleppten Krankheiten haben wir ebenfalls schon hinter uns, also alles im Normalbereich. Wie jedes Jahr war auch 2014 der Dezember vollgepackt bis oben hin. Ein Herr-der-Ringe-Wochenende, Besuche, Weihnachtsfeiern, letzte Rollenspielabende, dazwischen lagen wir mit KiTa-mitgebrachtem-Magen-Darm darnieder und dann kam auch schon Weihnachten.

Wir, in unserer kleinen Familie, haben für uns ja beschlossen, nicht Weihnachten, sondern Yule zu feiern, also die Wintersonnwende. Da weder Leander noch ich etwas mit der christlichen Botschaft hinter Weihnachten anfangen können, entzerrt und entspannt das vieles. Wir haben unser wunderschönes, kleines Fest am 22.12., mit morgendlichem Geschenkeauspacken der Kinder und können die Weihnachtsfeiertage damit relativ terminunproblematisch auf unsere erweiterte Familie verteilen. Am 24.12. waren wir bei meiner Schwester, am 25. dann auf mittags bei Leanders Mama und am 26. ging es dann für knapp drei Tage zu meiner Familie. Danach waren wir dann aber auch so platt (und die Kinder so erkältet), dass wir den geplanten Silvestertrip absagen mussten und stattdessen einfach nur auf der Couch rumlagen. Und langsam trudeln wir jetzt im Alltag des neuen Jahres ein.

Meine Highlights 2014:

  • der alltime-favourite: meine Kinder
  • das Sommerfest
  • der Urlaub in der Lüneburger Heide
  • Familienzeiten. Große, große Liebe.
  • Rituale
  • Freunde. I just love you so much.
  • Babies! Gleich drei im Freundeskreis und weitere unterwegs. W00t! ^_^

Die Suche nach Wegen.

Das sagte ich für 2014 voraus. Und ja, die Suche nach Wegen wurde es. Nach Wegen, uns zu organisieren, wir zu bleiben – als Paar, als Mensch, als Freund/in, als Eltern. Nicht alles ist uns so gut gelungen, wie wir es uns wohl gewünscht hätten, aber hey! Dafür ist es eine Suche 😉 Niemand sagte, dass diese mit dem 31.12.2014 abgeschlossen sein würde. Und für vieles haben wir bereits Wege gefunden. Dass das mal besser und mal weniger gut klappt, wird sich nie ändern. Immerhin sind unsere Kinder keine Roboter, die „funktionieren“ sollen, sondern eigenständige Charaktere und Menschen, die nicht vorausplanbar sind. Deshalb ist es ganz klar, dass nicht alles immer so funktioniert, wie geplant.

Manchmal glaube ich auch, dass ich mich zu viel hinter dem „ich suche noch“ verstecke. Wie oft sagte ich in Gesprächen dieses Jahr „eigentlich weiß ich ja…“. Ich weiß, was mir gut tut. Alleinzeit, Schreiben, Malen, Ruhe, andere Welten, mehr Bewegung, genug Schlaf. Gut, an letzterem kann ich derzeit nicht viel ändern, dass ich nicht genug Schlaf kriege, liegt nunmal nicht an mir, aber am Rest kann ich arbeiten. Und das Beste? Ich will. Ich will wirklich. Ich bin bereit, es anzupacken. Deshalb sage ich, dass 2015

Das Jahr der Taten

wird. Das Jahr, in dem es angepackt wird. Und dabei meine ich mit „es“ alles. Das, was gerade anliegt. Wir haben noch kein Haus gefunden, also optimieren wir die Wohnung, so gut es geht. Nächste Woche geht die Küchenrenovierung los (YES!) und auch für die anderen Zimmer sind wir noch am Überlegen und Planen. Ich werde das Projekt „mein Körper“ weiter angehen und mit Tribal Fusion anfangen. Zwei Workshops hab ich letztes Jahr bereits gemacht und am Freitag geht es mit dem ersten Kurs los (Wohoo!!). Ich habe endlich wieder eine Nähmaschine und hoffe, ein paar Kleidungsstücke dieses Jahr hinzukriegen. Ich überlege gerade an einem neuen Rollenspielcharakter herum und im März beginne ich wieder zu arbeiten – aber auch hier formen sich Dinge(TM) in meinem Kopf. Es kann also losgehen!

I’ve got a feeling, Julie, that 2015 is going to be your kind of year. That you’ll be happier than you’ve ever been, laughing harder, smiling wider, standing taller, walking lighter, dancing crazier, hugging longer, living grander, loving louder, and if you want, selling the pictures to a tabloid to raise money for your new charity.

~The Universe

And I’m ready.

th_herzluftballon

 

 

 

Bisherige Prophezeihungen: 2014 – das Jahr der Suche. 2013 – das Jahr der Tiefe. 2012 – das Jahr des Selbst (Rückblick). 2011 – das Jahr der Erfahrungen (Rückblick). 2010 – das Jahr der Anfänge (Rückblick). 2009 – das Jahr der Erkenntnis (Rückblick). 2008 – das Jahr der Anstrengung (Rückblick). 2007 – das Jahr der Veränderungen (Rückblick).

2 Kommentare bei „2014“

  1. […] letzten Jahre: 2015 – das Jahr der Taten. 2014 – das Jahr der Suche. 2013 – das Jahr der Tiefe. 2012 – das Jahr des Selbst. 2011 – das Jahr der Erfahrungen. 2010 […]

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