Die Sache mit der Zeitumstellung

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Ja, ich gestehe. Ich gehöre zu den Menschen, die die Zeitumstellung hassen und der sie in der Regel mindestens ne Woche hinterher hängt. Und die eine permanente Winterzeit (die „eigentliche“ Zeit) haben wollen. Seit ich Kinder habe, gleich noch mehr – nicht nur, weil „das halt am Wochenende drauf wieder ausschlafen“ einfach nicht drin ist, sondern auch ihretwegen.

Disclaimer: Dies ist versehentlich ein Rant geworden.

Ich hab’s ja schon diverse Male angedeutet: ich bin ein Lichtmensch. Ich brauche (Sonnen)Licht, um gute Laune zu haben, wach zu werden, Energie zu tanken. Der Winter wirft mich regelmäßig in leicht depressive, dauermüde Wäh-Stimmungen und kaum ist meine Morgenlaune gestiegen und ich komme leichter aus dem Bett, weil es morgens bereits hell ist oder wenigstens wird, wenn ich aufstehen muss, kommt die bescheuerte Sommerzeitumstellung und es ist wieder finster.

Gratulation. mad

Abends ist es mir wurscht, ob es länger hell ist oder nicht (ich mag Dunkelheit per se), denn da muss ich nicht mehr wach werden. Da bin ich es schon.

Außerdem muss ich meine Kinder morgens so wach kriegen, dass wir sie angezogen kriegen, das Frühstück gemacht kriegen, ich mich auch noch fertig machen kann und wir so zeitig in der Kita sind, dass ich nicht erst nach 9Uhr auf der Arbeit ankomme. Habt ihr mal versucht, tief schlafende 2jährige zu wecken, ohne ein Riesentheater als Resultat zu haben? No fun, I tell you that. Und nein, das hier:

Aber ich kenne Kinder, die einen sehr viel gefestigteren Rythmus haben, wo man dann doch besser irgendwie die Tageszeit im 15 min Takt anpasst. 15 Min Takt heisst aber auch, dass das nach 4 Tagen eigentlich rum sein sollte. Oder?

von Feuerkatze

funktioniert einfach nicht. Unsere Kinder haben einen recht gefestigten Rhythmus, der sich auch am Wochenende kein bisschen ändert – sie gehen abends zwischen 19:30 und 20Uhr ins Bett und sind morgens zwischen 6Uhr und 6:30Uhr wach – aber auch dieser recht gefestigte Rhythmus schwankt aus Gründen(TM) (schlecht geschlafen, wild geträumt, keine Lust auf irgendwas, viel unterwegs gewesen, kurzer/langer Mittagsschlaf…) durchaus mal um locker eine halbe Stunde bis Stunde. Manchmal sind sie um 19Uhr schon todmüde, manchmal liegen sie noch bis fast 21Uhr wach oder sind um 5:30Uhr bereits hellwach. Da ist eine Verschiebung von 15 Minuten schlicht… nicht möglich. Und eine Verschiebung von einer ganzen Stunde definitiv nicht innerhalb von vier Tagen erledigt. Regelmäßiger und gefestigter Rhythmus heißt ja nicht, dass die Kinder roboterartig einschlafen und umfallen, sobald man sie ins Bett legt.

„Aber hast du dann nicht auch einen wochenlangen Jetlag, wenn du nach Großbritannien oder Irland fliegst?“ – Äh nein. Da hab ich Urlaub. Da schlafe ich wie ich will und habe keine festen Termine oder Zeiten und hab mich recht fix umgestellt. Das kann ich zuhause nicht, wenn ich arbeite.

„Aber in zwei Wochen ist es doch eh egal und morgens auch wieder hell.“ – Ja dann können wir uns den Zeitumstellungsquatsch doch eh gleich erst recht sparen!

So. Ich habe fertig gerantet. Ähem. Sorry.

Zugegebenermaßen habe ich dieses Jahr viel weniger Probleme als die letzten Jahre, was allerdings am Ostermontag lag: zwei Tage hintereinander morgens keinen Termin haben und rumdödeln können solange man will, ist schon sehr hilfreich. Außerdem hat uns die Krankheit der Kinder in die Tasche gespielt – dadurch waren sie einfach so platt, dass die Stunde früher, die wir sie ins Bett brachten, funktioniert hat. Trotzdem musste ich sie heute früh wecken. Durch Homeoffice aber mit weniger Zeitdruck und dadurch keinem Theater. Ich hoffe, dass sich das in den kommenden Tagen komplett ausgependelt hat – auch wenn mir die Dunkelheit beim Aufstehen wirklich massiv nachhängt.

One Reply to “Die Sache mit der Zeitumstellung”

  1. […] schrieb Julie über die Zeitumstellung und ich bin ziemlich mit ihr d’accord. Ich kann das auch nicht gut, weil mir die Stunde […]

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