Phasenurlaub

Es gibt diesen einen Satz, an dem man sich als Elternteil sehr intensiv festklammert: „Es ist nur eine Phase.“

Und glücklicherweise stimmt der auch meistens, auch wenn man es in den besonders erschöpfenden Momenten nicht glauben kann. Dass man irgendwann die Kinder wecken muss, anstatt um 5:30Uhr aus dem Bett gerissen zu werden, oder dass man irgendwann nicht weiß, wo sie grad sind, während man seinen Cappuccino im Garten trinkt. Dass es irgendwann nicht mehr mit Packarien sondergleichen verbunden ist, wenn man auf den Spielplatz, über Nacht zu Oma und Opa oder eine Woche in den Urlaub geht (gefühlt der identische Packaufwand…). Dass längere Autofahrten, nachdem sie erst entspannt waren, dann ACH-DU-SCHEISSE-DAS-DAUERT-LÄNGER-ALS-20MIN?!-anstrengend sind, auf einmal wieder entspannt sind – anders, weil die Kinder nicht mehr schlafen, aber entspannt, weil sie sich selbst beschäftigen oder mit Hörbüchern und Autogucken genug Ablenkung haben.

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Autos und ein Zoo. Sieht man gleich, ne?

Dann ist da auf einmal dieser Urlaub. Den ich extra nicht so lange geplant hatte, weil es auch stressig ist, nicht in gewohnter Umgebung zu sein, besonders wenn der Gastgeber nicht (mehr) auf Kinder eingestellt ist – und besonders, weil ich alleine mit den Jungs unterwegs war. Unbekannte Betten, unbekannte Umgebung – alles Stressfaktoren. Und ich ertappe mich dabei, mich morgens nochmal umzudrehen, während die Jungs spielen gehen.

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Ich habe längere, fast ununterbrochene Konversationen über andere Dinge als Elternsein, während die Jungs auf dem Trampolin springen oder begeistert mit Autos spielen. Selbst der aufgrund der Hitze ausgefallene Mittagsschlaf konnte easypeasy überbrückt werden mit Entspannung im abgedunkelten, kühlen Zimmer und die Freundeskinder und Cousins wurden sofort befreundet. Es wurden Spielplätze entdeckt und im Plantschbecken getobt, es wurde geklettert, gerutscht, entdeckt, es wurde Kuchen und Kekse gegessen und Obst en masse, es wurden Abenteuer erlebt und gekuschelt. Und auf einmal kann ich daran glauben, dass auch die nächsten Kurzurlaube ruhig und entspannt werden können. Ein großartiges Gefühl.

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Ein perfekter Kurzurlaub in meiner Lieblingsgroßstadt, den die beiden gar nicht beenden wollten und der auch für mich mehr als entspannt war. Gar wundervolle Tage waren das, die dringend bald wiederholt werden müssen. ♥ Danke an Anna und sowohl ihre als auch meine Familie. Ihr seid die Besten!

3 Replies to “Phasenurlaub”

  1. Auch wenn es kurz war: es war wunderschön, dass ihr da wart.

    1. Es war auch echt total toll. Noch heute im Auto meint Miniheld, dass er zurückwill.

  2. Schön 🙂

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