Loving Sunday #54

(„Sunday“, ich weiß…) Irgendwie hat mit dem Frühling und dem April alles an Fahrt aufgenommenen. Die Zeit rast nur so dahin und ich muss im Moment etwas Balance finden zwischen den Sachen, die ich tun will, muss und die auf Dauer für uns alle gut sind. Deshalb versuche ich, ein bisschen mehr Routine einzubringen und geplante Momente.

Denn wie immer, wenn ich das Gefühl habe, überrannt zu werden, neige ich dazu, gar nichts mehr zu machen, anstatt eins nach dem anderen abzuarbeiten. Kombiniert mit meiner Tendenz, mich in Dingen zu verlieren – wie in Mass Effect Andromeda in letzter Zeit – kann das durchaus negative Auswirkungen haben…

Umso schöner und wichtiger sind in solchen Einigelzeiten dann die Momente, wo ich es schaffe, rauszukommen und anderweitig  abzuschalten – wie zum Beispiel beim Geburtstagsfest einer meiner liebsten Freundinnen letzte Woche. Sie lebt schon lange in Hamburg, war aber zufälligerweise zu ihrem Geburtstag in der Gegend, was wir genutzt haben, um beim Spanier in Marburg – den sie skandalöserweise noch nicht kannte – Tapas zu essen. Ich habe mir Zeit genommen und vor dem Treffen noch allein einen Kaffee getrunken und dabei gelesen, was wunderbar war. Großartiger Abend mit tollen Frauen, Wein und leckerem Essen. Viel Liebe!

Ostern selbst feiern wir ja nicht, aber in Leanders Familie gibt es eine schöne Tradition, die mit der nächsten Generation fortgeführt wird: Osterhasensuppe kochen. Nein, nicht den Osterhasen kochen, sondern FÜR ihn kochen. Bei einem ausgiebigen Spaziergang durch Wald und Wiesen werden Kräuter und Blumen gesammelt und dann im Garten über einem kleinen Lagerfeuer zu einer Suppe gekocht, um den Osterhasen anzulocken. Während ich zuhause meinen Unterleib pflegte, der wie immer am ersten Tag meiner Periode ordentlich krampfte, hatten die  Jungs unheimlich viel Spaß mit ihren Cousinen und Cousins. Und am nächsten Tag hatte der Osterhase bei ihrer Großmutter tatsächlich was versteckt – wie bei Omi (meiner Mutter) auch schon, bei der wir Anfang der Woche waren.

Nachdem der Kindergarten letzte Woche eh drei von fünf Tagen geschlossen war, hatten wir uns die ganze Woche frei genommen und waren erst bei meinen Eltern und dann viel bei Leanders Familie. Die Jungs fanden es großartig – besonders den vielen Platz genießen sie sehr. Da merkt man unsere Drei-Zimmer-Wohnung ohne Garten doch sehr. Und wir hatten das erste Mal Momente, wo wir die Jungs einfach haben laufen lassen und sie komplett außer Sicht waren, für längere Zeit. „Nicht weiter als bis zum Auto“ – und es hat funktioniert. Das Loslassen, das immer wieder schwer ist und immer wieder gut. (Ja, heimliches Nachschauen war auch dabei. Und sie waren mit ihren Cousinen unterwegs, die etwas älter sind.)

Abgeschlossen haben wir die Urlaubstage dann mit einem Besuch im Zirkus. Der war offen gestanden eher mittelmäßig, aber die Kinder waren vollkommen begeistert und damit hat er ja seinen Zweck erfüllt 😉

Ostermontag „beglückte“ uns dann mit Schnee. Und erneut: die Kinder waren vollkommen begeistert und verströmten so viel Freude, da konnte man sich gar nicht ärgern. Auch wenn erst Karfreitag die Sommerreifen aufgezogen wurden… *seufz* Der Weg zum Naturschutzgebiet verlief trotz der „falschen“ Reifen unfallfrei und der Schneespaziergang war zwar nasskalt aber toll – es bewahrheitete sich mal wieder, dass rausgehen IMMER gut tut.

Ich hoffe ihr hattet schöne Feiertage, ob ihr sie nun feiert oder nicht 😉

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