Der Tag danach

Wenn ich hier zum Alltag übergehe, heißt das nicht, dass ich ignoriere, was passierte. Wie kann ich 12,6% ignorieren? Ich tue, was ich kann.

Konkret heißt das: ich bin in eine Partei eingetreten – auch wenn ich inzwischen sogar über einen Parteiwechsel nachdenke. Aber das warte ich noch ab. Zumindest werde ich die DiB (die aus dem Stand auf 66.000 Stimmen gekommen ist) sehr genau im Auge behalten!

Konkret heißt das: ich gehe politischen Diskussionen nicht aus dem Weg – solange es angebracht ist. Im Kollegium bin ich berüchtigt dafür, und meine Teamkollegin setzt sich erst dank mir (ihre Worte!) mit dem Thema soziale Gerechtigkeit und Politik auseinander. Meine Familie und mein Freundeskreis ist ohnehin bereits linkspolitisch ausgerichtet.

Konkret heißt das: ich teile weiterhin und massiv soziale und politische Themen auf allen sozialen Netzwerken.

Konkret heißt das: ich werde ernsthaft versuchen, mich noch etwas direkter in die Lokalpolitik einzubringen, wenngleich mir noch etwas die Ideen fehlen, wie genau – auch, was zeitlich bei mir überhaupt machbar ist.

Konkret heißt das: IMMER den Mund aufzumachen, wenn mir eine Situation unterkommt, in der jemand diskriminiert wird. Ich dulde keinen Rassismus, Sexismus und sonstige Scheiße in meinem Umfeld.

Und abgesehen davon muss der Alltag weitergehen. Der Herbst ist da und Mabon brachte uns traumhaftes Septemberwetter. Wir waren viel mit den Jungs draußen in den letzten Tagen, was ich wahnsinnig genoss – insbesondere, nachdem die Woche mehr so scheiße war und das Konzertwochenende unfassbar anstrengend.

Dieses Wochenende trafen wir uns endlich mal wieder mit dem Freundeskreis. Jessi lud zum Geburtstagsfeier-Wahl-Brunch ein und mir fiel wieder einmal auf, wie lange wir viele nicht mehr gesehen haben. Irgendwie pfriemelt es sich echt auseinander, was ich wahnsinnig schade finde. Außerhalb solcher größerer Veranstaltungen wird es immer weniger. Das sollten wir echt ändern – und gerade für die Herbst- und Wintertage bietet es sich ja sogar an, dann mal öfters zum gemeinsamen abhängen drinnen einzuladen.

Und ich habe Lust, Dinge auszuprobieren. Ein grundlegendes Weiterkomm-Bedürfnis, was leider mit dem krassen Arbeitspensum derzeit nicht ganz übereingeht. Meine Träume sind im Moment auch sehr intensiv und unfassbar emotional. Definitiv ein „Nach Innen wenden“ der düstereren Tage.

Weiter geht’s.

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