Loving Sunday #35

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Der Herbst hat voll zugelangt die letzte Woche und das schlägt sich in unserem Alltag ganz schön nieder. Im Negativen wie im Positiven -inklusive Erkältungs- und Fiebernächte, aber auch Herbststürmen, gemütlichem Beisammensein und stillen Nachmittagen und Abenden. Ich habe letzten Mittwoch angefangen, in meinem Bulletjournal Glücksmomente zu notieren, weshalb es mir diesmal sehr leicht fällt, die wunderbarsten dieser Momente rauszusuchen.

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Was ich diese Woche lernte

Jedes Mal, wenn ich mit nur einem Kind unterwesg bin, habe ich nur einen Gedanken: Es ist so einfach. Ich kann so viel gelassener sein mit nur einem Kind, ihm so viel mehr zulassen, weil ich nicht permanent die Aufmerksamkeit aufteilen muss. Manchmal träume ich ja von einem dritten Kind (mit der Angst, dass es wieder Mehrlinge werden könnten!), und denke, dass es problemlos schaffbar wäre, weil es so… simpel wäre. Das dritte, meine ich. Weil die Zwillinge ja dann auch schon noch verständiger wären und das, was wir jetzt schon hinter uns haben (und froh drum sind), schreckt mich bei dem Gedanken, nur ein einzelnes Kind handhaben und begleiten zu müssen viel weniger.

Und vermutlich würde ich vieles trotzdem als megaanstrengend ansehen 😉 Für den Moment genieße ich es jedenfalls, wenn ich mit nur einem Kind unterwegs sein muss.

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Was ich diese Woche liebte

Ein kühler Herbstmorgen wie er im Buche steht: mit Spinnennetzen voller Tau, Sonnenstrahlen durch Nebel und Bäume, frischem Morgenwind, der im Laub raschelt. Wunderschön.

Brennender Abendhimmel, der von den Jungs bestaunt wurde. Ich war gerade in der Küche, als ich Miniheld auf dem Balkon hörte. „Miniheld, was machst du auf dem Balkon?“ Miniheld: „Ich schau mir nur die Welt an.“ Heldenmini: „Oh!“ Er rennt auch raus und schaut andächtig in den Sonnenuntergang. „Das ist unser Leben. Wie süß.“

Derzeit schlafen die beiden sehr oft in unserem Arm ein, wenn wir ihnen abends vorlesen – immer ein wahnsinnig herzberührendes Erlebnis.

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Ein Ausflug mit den Jungs zum Spielplatz und auf dem Rückweg an der Lahn entlang, wo die beiden viel und ausführlich im Wasser spielten. Eigentlich hatte ich es verhindern wollen, weil es nicht so warm war und die beiden noch ihre Turnschuhe anhatten, aber dann hatte ich einen „Ach, was soll’s“-Moment, beschloss, mir das Schimpfen zu sparen und ihnen die eh schon nassen Schuhe einfach auszuziehen und sie machen zu lassen. Gute Idee.

Unser Kickstarter ist mehr als erfolgreich beendet worden!! :konfetti:

Gespräch mit Dixi. ♥

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Gemütliche Nachmittage mit Kerzen und Äpfeln und überhaupt.

Kindersprüche: „Du bist die schönste Mama der Welt!“ von Miniheld. Und Heldenmini, nach dem Frühstück: „Wie schön, dass ich fröhlich und satt bin.“ Da hat er die essentiellen Dinge schon begriffen. th_herzluftballon

5 Kommentare bei „Loving Sunday #35“

  1. […] Julie blickt immer positiv auf die Woche zurück. Ich kann heute positiv auf zwei Wochen zurückblicken, weil ich es letzte Woche nicht geschafft habe. E. hatte Ferien und die haben wir natürlich in vollen Zügen genossen. […]

  2. Warum sprichst du die Einlingseltern so explizit an. Das lässt den ganzen Satz (unnötig) überheblich klingen. Es ist doch nur legitim, dass du es entspannter findest mit nur einem Kind unterwegs zu sein. Absolut für jeden nachvollziehbar, auch ohne diesen Kommentar.

    1. Weil nur Einlingseltern nur ein Kind haben? Aber ja, du hast recht, dass ich das Ganze auch anders hätte formulieren können. Es war nicht meine Absicht, überheblich zu sein. Tatsächlich kommt mir halt oft der Gedanke, wie „leicht“ es Eltern mit nur einem Kind haben, deshalb floss es mir so aus den Fingern, aber wenn es verletzend wirkt (was es echt nicht sein sollte, denn Anstrengung ist so subjektiv und naTÜRlich sind auch Einlingseltern erschöpft und dürfen vollkommen legitim auch mal jammern), nehme ich es lieber raus.

      1. Mir ist nur der Vergleich aufgefallen. Den finde ich oft unter Eltern vor und vollkommen unsinnig, wir die meisten Vergleiche. Es ist doch nur wichtig, wie es dir geht, egal was die anderen haben, fühlen, etc. Du bist wichtig. Das gilt für jeden einzelnen und völlig individuell. 🙂

  3. Ich musste schmunzeln bei deiner Ausführung zu dem „einen Kind“, denn es geht allen Eltern so.
    Mit zwei Kindern dachte ich: Boah, wie easy ist es mit einem Kind.
    Mit drei Kindern dachte ich: Boah, voll easy wenn nur zwei da sind!
    Man wächst mit seinen Aufgaben, und deine Aufgabe war halt gleich mal das Doppelte vom „Normalen“. Klar, das du ein Kind mit dem kleinen linken Zeh wuppst, während Einlingseltern dieses Erfolgserlebnis halt erst haben, wenn sie dann zwei Kids jonglieren 🙂
    Ich geh meiner Schwägerin ja auch auf die Nerven, wenn ich von der „Einfachheit mit zwei Kindern“ schwärme, während sie mit ihren zwei Kindern völlig ausgelastet ist.

    Es ist aber extrem spannend, wie die eigene Leistungsfähigkeit wächst und wächst und wächst, obwohl man denkt, mehr würde doch echt nicht mehr gehen. Doch, es geht immer noch etwas mehr 🙂

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