Liebster, zu Tisch!

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Im neuen Jahr gleich erstmal von der wunderbaren Julie von unangespießt für den Liebster-Award nominiert worden! Whee!

Okay. Zugegebenermaßen schon im letzten Jahr, aber hey. Erbsenzählerei und so 😉

Egal ob Ende 2016 oder Anfang 2017, ich habe mich total gefreut und bin in super nerdy Elterngesellschaft th_grin Auf geht’s!

1. Wie kannst du am besten abschalten?

Mit Musik auf den Ohren, dem Laptop auf dem Schoß, was leckerem zu essen und trinken neben mir und eingekuschelt (im Winter) oder in der Sonne sitzend (im Sommer). Oder beim Gamen. Oder beim Versinken in einem guten Buch. Oder stumm durch den Wald spazierend. Oder am Strand sitzend. Oder in ein Feuer schauend, an eine Lieblingsperson gekuschelt, ein Glas Whiskey oder Wein neben mir. Es kommt auf meine Stimmung an und es kommt auf die Möglichkeiten an.

2. Kinder und Kultur – geht das?

Ja sicher geht das. Man muss sich nur (gesellschaftlich) von dem Gedanken trennen, dass „Kultur“ bedeutet, in schicken Klamotten und ein Sektglas haltend in gedämpfter Atmosphäre unterwegs zu sein.

Die Elbphilharmonie hat zum Beispiel ein eigenes Kinder- und Familienprogramm (sogar explizit für Kinder unter 3 Jahren!), es gibt Kindertheater und -konzerte und viele Museen bieten Familienführungen an, wie beispielsweise das Senckenbergmuseum. Das haben wir erst im Dezember mit den Zwillingen besucht und es war großartig! Sie haben jetzt auch ihren ersten Kinobesuch mit Bravour hinter sich gebracht (wir haben Vaiana geschaut – phantastisch!! th_herzchen2). Wenn man sich auf sie einstellt, ist Kinder und Kultur sogar absolut unproblematisch.

3. Großstadt, Kleinstadt, Dorf, Einöde – wo würdest du gerade gern leben?

Bis auf Großstadt, wo ich nie leben wollte, wechselt das stimmungsmäßig sehr. Ich schwanke zwischen „Ich will nie aus Marburg raus!“ und „Das einsame Häuschen im Wald ist auch geil!“ Aber realistisch betrachtet wird es vermutlich auf „halbwegs gut versorgtes Dorf in Stadtnähe“ hinauslaufen, denn in der Stadt ist unbezahlbar und Einöde ist mit Kindern komplett beknackt, weil du permanent und dauernd irgendwohin fahren musst.

Wenn ich einen Wunsch erfüllt bekäme, dann ein Haus mit Garten hier in Marburg am Waldrand. *träum* Ruhig genug, um abschalten zu können, nah genug, um die Vorzüge der Stadt zu haben.

4. Hast du ein Laster, das du genießt?

Öh. Ein Laster, das ich genieße? Spontan fällt mir als „Laster“ nur Rauchen ein und das tu ich nie und tat ich nie. Öh.

Okay, Google spuckt mir als Definition „eine Angewohnheit, die als schlecht und unangenehm empfunden wird“ aus und das widerspricht dem Genießen irgendwie, oder? Also… nein?

5. Hast du ein Laster, das du gern los wärst?

Tatsächlich steh ich da genauso auf dem Schlauch wie bei der vorherigen Frage. Dinge, die ich als unangenehm oder schlecht empfinde, mache ich halt nicht. Und eine Sucht habe ich glücklicherweise nicht. Also – nein.

6. Wie hältst du’s mit der Religion? 

Uh. So eine kleine Frage, so eine große Implikation. Schwierig halte ich es mit der Religion. Als Pfarrerstochter sogar sehr schwierig, weil ich zu viel Hintergrundscheiße mitbekommen habe. Menschenliebe, my ass. Grundlegend halte ich das Prinzip der Religion für scheiße. Zuviel schlechtes kam und kommt da immer bei raus, denn es kann nur auf der Prämisse „die anderen haben unrecht und sind schlechter als wir“ funktionieren. Und seine Spiritualität und seinen Glauben einer weltlichen Autorität zu unterwerfen ist für mich auch nicht wirklich verständlich. Deshalb sehe ich mich auch nicht einer bestimmten Religion zugehörig.

Außerdem ist Glaube etwas, das sehr persönlich ist und das man niemandem aufzwingen sollte. Also auch seinen Kindern nicht. Es käme für mich deshalb niemals in Frage, meine Kinder zum Beten zu bringen oder ihnen Rituale aufzuzwingen. Mein persönlicher Glaube ist ja sehr naturorientiert und kommt wunderbar ohne Götter aus und das, was wir feiern, sind jahreszeitengebundene Feste. Hier habe ich keine Probleme, sie einzubeziehen in das Schmücken der Wohnung oder ihnen Geschichten zu erzählen, denn es sind in der Natur nachvollziehbare Punkte des Jahres. Sie hierbei einzubeziehen hat für mich etwas damit zu tun, sie aufmerksam zu machen und ihnen den Respekt vor allem Leben (auch den Pflanzen) beizubringen und vorzuleben. Und die Geschichten sind eben nur das – Geschichten.

7. Gehst du gern shoppen?

In Ausnahmefällen und wenn dann in der Regel allein, aber meistens nein. So überhaupt gar nicht sogar. Yay Onlineshopping!

8. Was würdest du gern lernen?

Altägyptisch. Arabisch. Korbbinden. Astrobiologie.

9. Was möchtest du mit deinen Kindern gern unternehmen, wenn sie so 16 sind?

LARP! Unbedingt. 😀 Wobei sie mit 16 da vermutlich lieber allein unterwegs sein werden…

10. Auto oder Öffis?

Auto. Aus Bequemlichkeits- und Zeit- und Geldgründen. Wenn ich allein unterwegs bin, aber auch sehr gern Öffis. Ich fahre gern Zug (wenn sie warm/nicht überfüllt/kühl genug/nicht allzu sehr verspätet… sind), weniger gern Bus. Das mit dem Auto kam aber auch erst in in Marburg. Als ich noch in Hamburg lebte, wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir ein Auto anzuschaffen und war ausschließlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Kommt also auch darauf an, wo und wie man lebt. Hier auf den Dörfern wäre ohne Auto quasi kaum möglich, weil man selten die notwendigen Dinge mit den Öffentlichen erreichbar hat.

11. In welchem Alter wurde dir klar, dass du hetero/homo/bi/was auch immer bist?

Gar nicht so einfach zu beantworten, weil es keinen konkreten „Erkenntnismoment“ gab, das war eher eine fließende, sich entwickelnde und bewusstwerdende Geschichte. Wie es halt so ist 🙂

Vorweg: meine romantische und sexuelle Orientierung überschneidet sich, ich spreche also der Einfachheit halber von der sexuellen Orientierung. Und: wenn ich von Frauen und Männern spreche, dann deshalb weil ich bislang in meinem direkten Umfeld keine nonbinary Person hatte, wobei ich nb celebrities „kenne“, die ich sehr anziehend finde. Denkt sie euch rein 😉

Ich identifiziere mich als bisexuell, wobei pan durchaus auch zutreffend wäre – allerdings sind diese Definitionen auch überschneidend. Bisexuell definiert sich als „sexuelles Interesse an zwei oder mehr Geschlechtern“. Meine Orientierung habe ich schon immer als „ich verliebe mich in Menschen, nicht in ein Geschlecht“ definiert, ergo bezieht sich das nicht nur auf cis-Personen. Damit wäre ich der Definition von Pansexualität vollkommen entsprechend. Da ich mich aber mit „bisexuell“ sehr wohl fühle und es auch weniger Fragen aufwirft, bleibe ich vorerst dabei.

Ein generelles Interesse auch an Frauen war schon früh vorhanden, das sich aber mehr auf Ästhetik und sexuelle Anziehungskraft „beschränkte“ – da war ich so Ende er 10er. Meine erste Frau geküsst habe ich mit 20 oder 21, in eine verliebt aber erst mit 24, was dann „Übereinstimmung von sexueller und romantischer Orientierung“ für mich selbst bestätigte.

Ich erinnere mich an ein amüsantes Telefonat mit meiner Mutter, da muss ich so 23 gewesen sein, in dem sie vergeblich versuchte, mich dazu zu bringen, ihr zu gestehen, dass ich lesbisch sei. Tja. th_grinth_grouphug


Ihr seid dran!

Ich nominiere tolle Menschen, die ich gern mehr lesen würde und mit denen ich etwas teile th_herzluftballon

Amy von Mein Rabennest

Nimiel von Ente mit Hut

Sonja von Heart and Soul

Feuerkatze von A Cat’s Eye

Lena von Xeledon’s Spiegel

Und wer auch immer sich die Fragen nehmen möchte, sei hiermit herzlich eingeladen!

  1. Was war das letzte Buch, das dich so richtig gefesselt hat?
  2. Dein schönstes Erlebnis im letzten Jahr?
  3. Welchem Harry Potter Haus fühlst du dich zugehörig?
  4. Wenn du eine Sache in deinem Leben ändern könntest, was wäre das?
  5. In welcher Sci-Fi-Welt würdest du gern leben?
  6. Hast du eine „Bucket list“ von Dingen, die du in diesem Leben noch machen möchtest? Wenn ja, würdest du einen Punkt davon teilen?
  7. Wenn du nicht mehr arbeiten gehen müsstest, um deinen Lebensstandard mindestens zu halten, würdest du es trotzdem tun?
  8. Eine fiktionale Gestalt, der du unbedingt mal begegnen wollen würdest?
  9. Wofür hättest du gerne mehr Zeit?
  10. Wie sieht dein perfekter Tag nur für dich ganz allein aus?
  11. Deine persönliche Taktik für mehr Menschlichkeit in dieser Welt?

 

3 Kommentare bei „Liebster, zu Tisch!“

  1. […] liebe Julie nominiert mich für einen Award. Es handelt sich um den Liebster Blog Award, der ja so ein gewisses […]

  2. Stöckchen! 😀 Ich versuch mich auch mal dran:

    1. Was war das letzte Buch, das dich so richtig gefesselt hat?

    Seit der Nachwuchs da ist, komme ich leider nur noch bedingt zum lesen. Natürlich habe ich seitdem das ein oder andere Buch gelesen, aber welches Buch mich zuletzt wirklich gefesselt hat, daran kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Leider.

    2. Dein schönstes Erlebnis im letzten Jahr?

    Das Kind sagt zum 1. Mal Mama. 😀 Ansonsten die Kreativmesse in Hannover, von der ich bis dahin noch nie was gehört hatte. Dabei ist dort der Bastelhimmel! 😀

    3. Welchem Harry Potter Haus fühlst du dich zugehörig?

    Gryffindor. Obwohl die Gründe eher banal sind: Mein Tierkreiszeichen ist Löwe, welcher ja dem Element Feuer zugeordnet ist, genau wie Gryffindor. Die Hausfarben rot und gold (die ja auch Feuer repräsentieren), sind außerdem auch „meine“ Farben.
    Von den Eigenschaften der Häuser her gesehen, finde ich mich überall und nirgendwo wieder und mit Mut und Kühnheit ist es bei mir leider nicht weit her. 😉

    4. Wenn du eine Sache in deinem Leben ändern könntest, was wäre das?

    Mein Bildungsweg.

    5. In welcher Sci-Fi-Welt würdest du gerne leben?

    Vermutlich Star Trek. Wär das nicht ne schöne Welt, in der es Hunger, Krieg oder soziale Mißstände nicht mehr gibt?

    6. Hast du eine „Bucket list“ von Dingen, die du in diesem Leben noch machen möchtest? Wenn ja, würdest du einen Punkt davon teilen?

    Hat die nicht jeder? 😉 Da steht so einiges drauf, unter anderem eine Reise nach Ägypten und Neuseeland. Wenigstens einmal im Leben möchte ich die Pyramiden, das Tal der Könige und die alten Tempelanlagen mit eigenen Augen sehen, genauso wie die unbeschreiblich schöne Landschaft Neuseelands und die Drehorte von Mittelerde.

    7. Wenn du nicht mehr arbeiten gehen müsstest, um deinen Lebensstandard mindestens zu halten, würdest du es trotzdem tun?

    Nope. Jedenfalls nicht Vollzeit.

    8. Eine fiktionale Gestalt, der du unbedingt mal begegnen wollen würdest?

    Daryl Dixon. 😀

    9. Wofür hättest du gerne mehr Zeit?

    Für alles. Wie schön wär es einen Zeitumkehrer zu haben.

    10. Wie sieht dein perfekter Tag nur für dich ganz allein aus?

    Ausschlafen. Frühstück mit allem Pipapo. Danach Sauna und Wellness. Sushi zum Abendessen, danach Sofa und ein guter Film/gutes Buch und ein (oder zwei) Cocktail(s).

    11. Deine persönliche Taktik für mehr Menschlichkeit in dieser Welt?

    Behandle andere Menschen immer so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

  3. […] von nithiel hat auch schon geantwortet, ihre Antworten könnt ihr hier […]

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